Die Arbeitsgruppe Optische Technologien ist eine Abteilung des Leupold-Institutes für Angewandte Naturwissenschaften (LIAN) der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Das Hauptarbeitsgebiet der Gruppe liegt in der optischen Messtechnik vor allem im Bereich industrielles Prozessmonitoring.

In enger Kooperation mit mittelständischen Unternehmen werden aktuell mehrere anwendungsorientierte Forschungsprojekte bearbeitet. Im Mittelpunkt der angewandten Forschung steht dabei in der Regel die Übertragung aktueller Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die Praxis. Dabei wird auf die Anforderungen von ingenieurtechnischem Personal besondere Rücksicht genommen. Die Entwicklung, in vielen Fällen patentierbarer, marktfähiger Produktkomponenten oder Verfahren erfolgt immer in Rückkopplung mit potentiellen Nutzern.

Die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe sind insbesondere:

  • Konzeptionierung / Umsetzung von komplexen industrietauglichen, optischen Messverfahren
  • Zerstörungsfreies Monitoring von Prozessen und Bauteilen
  • Entwicklung anwendungsspezifischer Diagnose-/Sensor-Systeme
  • Entwicklung industrietauglicher, applikationsspezifischer Systemkomponenten (Lichtquellen,
    Detektoren, Signalerfassung und Verarbeitung, Software)
  • Optische Spektroskopie und Interferometrie
  • Oberflächenmodifikation technischer Materialien (z.B.: Titan, Hydroxlapatit)
  • Entwicklung von kundenspezifischen Sensorik- und Aktorik-Systemen

Im Forschungsfeld industrielles Prozessmonitoring arbeitet die Gruppe aktuell unter anderem auf dem Gebiet der hochgenauen Überwachung von Parametern bei der Halbleiterproduktion und Dünnschichttechnologie, der Charakterisierung von Optikkomponenten (u.a. Spezialglasfasern und Laserspiegel) sowie der ortsaufgelösten Temperaturüberwachung beim Laserschweißen. Die Arbeiten bilden dabei Schnittmengen zwischen optischer Messtechnik, Elektronik und industrieller Integration.

Arbeitsgebiete

Im Rahmen des EPOS Projektes arbeitet die Arbeitsgruppe Optische Technologien an der Evaluierung angepasster optischer Messverfahren sowie die Erstellung einer Parameterdatenbank zur Schichtcharakterisierung organischer Funktionsschichten für die Anwendung in der Photovoltaik. Neben der Charakterisierung und Anpassung bestehender Verfahren wie spektrometerischer Ellipsometrie und Multispektralreflektometrie erarbeiten die Wissenschaftler alternative Messmethoden zur Bestimmung von dünnen Schichten auf Basis komplexer interferometrischer Ansätze. Ein weiteres wesentliches Arbeitsgebiet stellt die Evaluierung aller erprobten Messverfahren im Kontext der in-line Messung während des Rolle-zu-Rolle Prozesses dar.